Bastelstunde
man stelle sich folgende situation vor.
ich bekomme einen server aus dem rz zurueck, weil dieser staendig ausgeht, abschmiert und/oder neu bootet. ich fange also an zu analysieren. erstmal stromkabel rein, anschalten. scheint zu laufen. netzwerkkabel rein und gucken, ob er irgendwann auf pings antwortet. kommt nichts. rechner wieder aus. deckel ab und reingeguckt. tjo.. cpu luefter dreht sich nich. das erklaert warum die kiste nich durchstartet.. wird halt bissi warm unter'm hut. also versuchen wir mal den cpu luefter abzunehmen.. schnalle, die den kuehlkoerper am sockel haelt, geloest und leicht gezogen - nichts. etwas fester ziehen - nichts. versucht zu drehen - nichts. der kuehlkoerper sitzt also wohl ziemlich fest an der cpu. wir nehmen also einen schraubenzieher und hebeln ein wenig unter dem kuehlkoerper rum.. und auf einmal ist das teil locker. hochgehoben.. zu frueh gefreut - die cpu ist einfach nur aus dem sockel gekommen. jetzt hatte ich ein problem. der buegel, der die cpu im sockel fixiert, ist unterhalb des kuehlkoerpers. d.h. ich bekomme die cpu mit angebackenem kuehlkoerper so nicht wieder da drauf. andererseits (nach weiteren hebelversuchen mit einem schraubenzieher - don't try this at home, kids!) wollte sich die cpu auch nicht vom kuehlkoerper loesen. so ein mist. ich habs dann noch mit nagel und hammer versucht, damit war ebenfalls nichts auszurichten und eine rasierklinge bekam man auch nicht nennenswert tief dazwischen. dann habe ich rat im internet gesucht, allerdings nicht etwa bei google oder in irgendwelchen nutzelosen casemoddingforen, sondern bei einem guten bekannten. nach einer halben stunde beratschlagen kamen wir zu dem schluss, dass verduenner evtl. helfen koennte. ich also ganz vorsichtig mit einer alten spritze (ja, sowas habe ich immer hier rumliegen...) ein wenig verduenner auf dem kuehlkoerper verteilt und gewartet.. dann versucht die cpu abzuziehen - nichts. zum computer gegangen, gerade angefangen dem bekannten zu erzaehlen, dass es nichts bringt.. dann nochmal mit dem schraubenzieher den hebeltrick probiert (weiterhin - don't try this at home!) und zack war die cpu ab!

da die waermeleitpaste (die wohl im laufe der jahre zu waermeleitbeton geworden war) allerdings immernoch knueppelhart war, kam dann die lustige frage: wie abmachen? zunaechst mit einem handelsueblichen taschenmesser versucht.. das war nicht gerade von erfolg gekroent.. damit ging vom kuehlkoerper mehr aluminium, als paste/beton ab. dann kam mir die idee, dass ich irgendwo in der kueche von unserem cerankochfeld so'n schaber mit rasiermesserklinge habe. den ausprobiert - klappt. kuehlkoerper und cpu dann also so gut es ging gereinigt.

und dann wieder zurueck zum eigentlichen problem. ich brauchte ein paar daten von diesem server, er musste also irgendwie wieder ans laufen gebracht werden. cpu reingetan, kuehlkoerper drauf, aber ohne luefter kann man einen celeron kaum betreiben - hat man ja beim ersten versuch gesehen. also ueberlegt: ich habe garantiert nichts, was genau die maße des originalluefters hat (sondergroesse fuer 1U 19" gehaeuse), aber jede menge anderer alter luefter.. also einen grossen mit blanken kabelkontakten rausgesucht, mit den loetstellen des bisherigen luefters (ich hatte da schonmal dran rumrepariert) verzwirbelt und verklebt und einfach auf den kuehlkoerper gelegt - theoretisch sollte das ja eine ganz gut kuehlende wirkung haben..

angeschaltet - und laeuft!
man sollte sich allerdings - sofern man einen loetkolben besitzt (garantiert meine naechste investition!) - die kabel nicht nur mit einem kleber verbinden, sondern sie tatsaechlich eben anloeten.. es hat einige anlaeufe gekostet, bis die verbindung der luefterkabel so "stabil" war, dass der server 'ne stunde durchgelaufen ist, damit ich mir die daten da runterkopieren konnte..
klingt alles einfach.. war aber im endeffekt ein halber sonntag.
was lernen wir daraus? nur qualitaetsluefter und qualitaetswaermeleitpaste benutzen. der alte cpu luefter war von der firma "adda" und laeuft nicht mehr aufgrund einer argen schieflage. (die firma adda kann sich drauf verlassen, dass ich von ihr keine luefter mehr kaufen werde - dieser hat naemlich gerade mal 2 monate gehalten). die waermeleitpaste hat immerhin vier jahre lang cpu und kuehlkoerper verbunden.. daher weiss ich nicht mehr, welcher hersteller das zeugs verbrochen hat ;)
haette ich seinerzeit eine amd cpu verbaut - da bin ich mir relativ sicher - waere diese heute auch tot, denn der rechner ist definitiv einige zeit komplett ohne cpu kuehlung gelaufen. mal abgesehen davon, dass die verduenneraktion so nicht funktioniert haette, denn amd hat(te?) diese schuetzende metallplatte ueber dem prozessor-die nicht. so muss ich nun also nur zusehen, dass ich nur einen neuen luefter (oder gleich kuehlkoerper+luefter) bekomme.
und der grund fuer meine ganzen "don't try this at home"-aussagen ist ganz einfach folgender - mein schraubenzieher hat abgerundete kanten. beim hebeln habe ich trotzdem diese gruene lackierung auf der oberseite des prozessors ramponiert und einige leiterbahnen liegen nun frei. gluecklicherweise scheine ich keine bahnen zerstoert zu haben. bei dem was ich bei vielen bekannten und kollegen aber schon an schraubenziehern rumliegen sehen habe, moechte ich behaupten, dass die cpu eine bearbeitung mit sehr vielen dieser exemplare sicherlich nicht ueberstanden haette. :)
ich bekomme einen server aus dem rz zurueck, weil dieser staendig ausgeht, abschmiert und/oder neu bootet. ich fange also an zu analysieren. erstmal stromkabel rein, anschalten. scheint zu laufen. netzwerkkabel rein und gucken, ob er irgendwann auf pings antwortet. kommt nichts. rechner wieder aus. deckel ab und reingeguckt. tjo.. cpu luefter dreht sich nich. das erklaert warum die kiste nich durchstartet.. wird halt bissi warm unter'm hut. also versuchen wir mal den cpu luefter abzunehmen.. schnalle, die den kuehlkoerper am sockel haelt, geloest und leicht gezogen - nichts. etwas fester ziehen - nichts. versucht zu drehen - nichts. der kuehlkoerper sitzt also wohl ziemlich fest an der cpu. wir nehmen also einen schraubenzieher und hebeln ein wenig unter dem kuehlkoerper rum.. und auf einmal ist das teil locker. hochgehoben.. zu frueh gefreut - die cpu ist einfach nur aus dem sockel gekommen. jetzt hatte ich ein problem. der buegel, der die cpu im sockel fixiert, ist unterhalb des kuehlkoerpers. d.h. ich bekomme die cpu mit angebackenem kuehlkoerper so nicht wieder da drauf. andererseits (nach weiteren hebelversuchen mit einem schraubenzieher - don't try this at home, kids!) wollte sich die cpu auch nicht vom kuehlkoerper loesen. so ein mist. ich habs dann noch mit nagel und hammer versucht, damit war ebenfalls nichts auszurichten und eine rasierklinge bekam man auch nicht nennenswert tief dazwischen. dann habe ich rat im internet gesucht, allerdings nicht etwa bei google oder in irgendwelchen nutzelosen casemoddingforen, sondern bei einem guten bekannten. nach einer halben stunde beratschlagen kamen wir zu dem schluss, dass verduenner evtl. helfen koennte. ich also ganz vorsichtig mit einer alten spritze (ja, sowas habe ich immer hier rumliegen...) ein wenig verduenner auf dem kuehlkoerper verteilt und gewartet.. dann versucht die cpu abzuziehen - nichts. zum computer gegangen, gerade angefangen dem bekannten zu erzaehlen, dass es nichts bringt.. dann nochmal mit dem schraubenzieher den hebeltrick probiert (weiterhin - don't try this at home!) und zack war die cpu ab!

da die waermeleitpaste (die wohl im laufe der jahre zu waermeleitbeton geworden war) allerdings immernoch knueppelhart war, kam dann die lustige frage: wie abmachen? zunaechst mit einem handelsueblichen taschenmesser versucht.. das war nicht gerade von erfolg gekroent.. damit ging vom kuehlkoerper mehr aluminium, als paste/beton ab. dann kam mir die idee, dass ich irgendwo in der kueche von unserem cerankochfeld so'n schaber mit rasiermesserklinge habe. den ausprobiert - klappt. kuehlkoerper und cpu dann also so gut es ging gereinigt.

und dann wieder zurueck zum eigentlichen problem. ich brauchte ein paar daten von diesem server, er musste also irgendwie wieder ans laufen gebracht werden. cpu reingetan, kuehlkoerper drauf, aber ohne luefter kann man einen celeron kaum betreiben - hat man ja beim ersten versuch gesehen. also ueberlegt: ich habe garantiert nichts, was genau die maße des originalluefters hat (sondergroesse fuer 1U 19" gehaeuse), aber jede menge anderer alter luefter.. also einen grossen mit blanken kabelkontakten rausgesucht, mit den loetstellen des bisherigen luefters (ich hatte da schonmal dran rumrepariert) verzwirbelt und verklebt und einfach auf den kuehlkoerper gelegt - theoretisch sollte das ja eine ganz gut kuehlende wirkung haben..

angeschaltet - und laeuft!
man sollte sich allerdings - sofern man einen loetkolben besitzt (garantiert meine naechste investition!) - die kabel nicht nur mit einem kleber verbinden, sondern sie tatsaechlich eben anloeten.. es hat einige anlaeufe gekostet, bis die verbindung der luefterkabel so "stabil" war, dass der server 'ne stunde durchgelaufen ist, damit ich mir die daten da runterkopieren konnte..
klingt alles einfach.. war aber im endeffekt ein halber sonntag.
was lernen wir daraus? nur qualitaetsluefter und qualitaetswaermeleitpaste benutzen. der alte cpu luefter war von der firma "adda" und laeuft nicht mehr aufgrund einer argen schieflage. (die firma adda kann sich drauf verlassen, dass ich von ihr keine luefter mehr kaufen werde - dieser hat naemlich gerade mal 2 monate gehalten). die waermeleitpaste hat immerhin vier jahre lang cpu und kuehlkoerper verbunden.. daher weiss ich nicht mehr, welcher hersteller das zeugs verbrochen hat ;)
haette ich seinerzeit eine amd cpu verbaut - da bin ich mir relativ sicher - waere diese heute auch tot, denn der rechner ist definitiv einige zeit komplett ohne cpu kuehlung gelaufen. mal abgesehen davon, dass die verduenneraktion so nicht funktioniert haette, denn amd hat(te?) diese schuetzende metallplatte ueber dem prozessor-die nicht. so muss ich nun also nur zusehen, dass ich nur einen neuen luefter (oder gleich kuehlkoerper+luefter) bekomme.
und der grund fuer meine ganzen "don't try this at home"-aussagen ist ganz einfach folgender - mein schraubenzieher hat abgerundete kanten. beim hebeln habe ich trotzdem diese gruene lackierung auf der oberseite des prozessors ramponiert und einige leiterbahnen liegen nun frei. gluecklicherweise scheine ich keine bahnen zerstoert zu haben. bei dem was ich bei vielen bekannten und kollegen aber schon an schraubenziehern rumliegen sehen habe, moechte ich behaupten, dass die cpu eine bearbeitung mit sehr vielen dieser exemplare sicherlich nicht ueberstanden haette. :)
geschrieben am 9. August, 01:23 in geeky · 666x gelesen
an der "eigenen kiste" wünscht mensch sich sowas nicht... schneller brechreizreflex :-)
ich hatte eigentlich jetzt sehr lange keine defekte an irgendwelchen computern mehr.. selbst mein linux computer (das staubmonster, wir erinnern uns), der nichtmal ein gehaeuse hat, laeuft tadellos... irgendwie musste ja mal wieder was kapitales passieren ;)